Wissenswertes zum Thema Blutgruppen

Blutgruppenverteilung in Deutschland

Blutgruppen werden nach dem AB0-System unterschieden. Demnach gibt es vier verschiedene Blutgruppen: A, B, 0 und AB. Die Unterscheidung der Blutgruppen zeichnet sich durch das Vorhandensein von Antigenen (A, B) oder keinen Antigenen (0) aus. Zusätzlich gibt der Rhesusfaktor der Blutgruppe an, ob ein Antigen „D“ auf den Erythrozyten vorhanden ist oder nicht. Rhesus-negative Menschen besitzen eine Blutgruppe mit negativem Rhesusfaktor, z.B. B-. Ein vorhandenes Antigen D wird durch ein + nach der Blutgruppe gekennzeichnet, z.B. 0+. Beide Merkmale wurden von Karl Landsteiner zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckt.

Blutgruppenverteilung in Deutschland

Wissen Sie, welche Blutgruppe Sie besitzen? Bei einer Blutspende finden Sie es heraus.

zum Spende-Check

 

Wem hilft meine Blutgruppe?

Bei einer Bluttransfusion muss die Verträglichkeit von Spender- und Empfängerblut anhand der Blutgruppenmerkmale gegeben sein.
Hier sehen Sie für Menschen mit welcher Blutgruppe Ihr Blut eingesetzt werden kann und welche Blutgruppe das Blut haben muss, dass Sie erhalten können, falls Sie eine Transfusion benötigen.

Vererbung von Blutgruppen

Auch die Blutgruppe wird nach festen Erbregeln, den sogenannten Mendelschen Gesetzen, vererbt. Jeder Mensch besitzt zwei Antigen-Merkmale (A, B, 0), eines von der Mutter, eines vom Vater. Davon wird immer nur ein Merkmal an die nächste Generation übertragen. A und B werden untereinander gleichwertig vererbt, gegenüber dem Antigen 0 verhalten sie sich jedoch dominant. Somit ist das Merkmal 0 rezessiv. Das bedeutet, dass bei einer mischerbigen Kombination vom dominanten A- oder B-Merkmal mit dem rezessiven 0-Merkmal, also A0 oder B0, immer die Blutgruppen A oder B dominieren und über den Blutgruppen-Typ entscheiden. Bei einer reinerbigen Kombination (AA oder BB) wird jeweils ein dominantes Merkmal weitergegeben, Menschen mit der Blutgruppe AB besitzen jeweils ein dominantes Merkmal.

Wer kann welche Blutgruppe spenden und empfangen

Bitte wählen Sie
die Blutgruppen
der Eltern

Mutter

A
AAA0
B
BBB0
AB
AB
0
00

Vater

A
AAA0
B
BBB0
AB
AB
0
00
A
AAA0
B
BBB0
AB
AB
0
00

Mögliche Blutgruppen
der Kinder

A
AAA0

Die Blutgruppe

ergibt sich aus den
Antigen-Merkmalen

entweder reinerbig oder mischerbig

Es wird jeweils nur ein Antigen-Merkmal an die
nächste Generation vererbt.

Vererbung des Rhesusfaktors

Auch der Rhesusfaktor wird nach den Mendelschen Erbregeln an die nächste Generation weitergegeben. Wie bei der Blutgruppe erbt jeder Mensch auch jeweils ein Rhesus-Merkmal von der Mutter und eines vom Vater. Ein Rhesus-positiver Mensch kann die Genkombination Dd (mischerbig) oder DD (reinerbig) besitzen, während ein Rhesus-negativer Mensch (dd) kein D-Gen besitzt.